Details

Hoffnungsschimmer an der Alexanderschanze: Wisentgehege und Hotelsanierung nehmen Fahrt auf

An der Alexanderschanze bei Freudenstadt könnte sich nach Jahren des Stillstands endlich etwas bewegen. Geplant ist dort ein Wildgehege mit Wisenten – Europas größten Landsäugetieren. Gleichzeitig gibt es neue Signale, dass auch die Sanierung des ehemaligen Hotels an der traditionsreichen Passhöhe beginnen könnte. Wann genau die Arbeiten starten, ist allerdings weiterhin offen.

Für Julian Osswald ist die Entwicklung ein wichtiger Schritt. Der frühere Oberbürgermeister von Freudenstadt engagiert sich seit Jahren für das Projekt und zeigt sich nun entsprechend optimistisch. Als Vorsitzender des Fördervereins Wildtierpark kämpft er bereits seit rund einem Jahrzehnt für die Idee eines Wisentgeheges an der Alexanderschanze.

Die Alexanderschanze liegt am Kniebis, an einem markanten Punkt im Nordschwarzwald: Dort trennen sich die Bundesstraße 28 und die Schwarzwaldhochstraße. Nur etwa einen Kilometer entfernt beginnt der Nationalpark Schwarzwald. Die Lage gilt als touristisch attraktiv und zugleich als ideal für naturbezogene Projekte.

Das geplante Wisentgehege soll Besucherinnen und Besuchern die seltenen Tiere näherbringen und zugleich die Region touristisch stärken. Wisente waren einst auch in Mitteleuropa heimisch, bevor sie fast vollständig ausgerottet wurden. Heute gelten sie als Symbol erfolgreicher Artenschutzprojekte.

Neben dem Wildgehege richtet sich der Blick vor allem auf das ehemalige Hotel Alexanderschanze. Das Gebäude steht seit mehr als zehn Jahren leer und befindet sich in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand. Immer wieder gab es Ankündigungen und Ideen für eine Wiederbelebung, konkrete Fortschritte blieben bislang jedoch aus.

Nun scheint erstmals wieder Bewegung in beide Vorhaben zu kommen. Dennoch bleiben viele Fragen offen – insbesondere beim Zeitplan. Weder für das Wisentgehege noch für die Hotelsanierung gibt es bislang verbindliche Angaben zum Baustart oder zur Fertigstellung.

In der Region wächst dennoch die Hoffnung, dass die Alexanderschanze nach Jahren des Verfalls wieder zu einem attraktiven Ausflugsziel im Schwarzwald werden könnte.

Quelle: Schwarzwälder Bote

Kommentare sind geschlossen